Der Winter soll bis Mitte März bleiben. Bis Mitte MÄRZ. In dem Monat, in dem normalerweise der Frühling anfängt, alles beginnt zu blühen und man bereits wagen kann die Kleider in seinem Schrank etwas weiter nach vorne zu räumen, wobei ich sagen muss, dass sie bei mir immer ganz vorne hängen nur damit ich sie wieder und wieder anschauen kann, um mir klar zu machen, dass der Sommer (hoffentlich) auch bald wieder da ist. Nun ja, wie auch immer. Ich habe langsam die Nase voll bzw. verschnupft.
Aber ich habe ein Album gefunden, was mich die letzten Tage ziemlich gut durch die verscheiten Straßen geführt hat. Für die meisten ist jetzt der Moment gekommen, an dem sie aufstöhnen und sagen können: Noch ein Opfer von diesem Müll oder das ist doch -wie passend- Schnee von gestern. Aber, wie gesagt, ich habe es erst jetzt für mich entdeckt. Es geht um den New Moon Soundtrack.
Das erste Lied ist, Überraschung Überraschung, “Meet me on the equinox” von Death Cab for Cutie, die ich sonst sehr mag, aber das Lied nicht mein persönlicher Liebling von ihnen ist; es gibt da weitaus schönere, wie “Cath” oder “A lack of colour”. Was ich zu dem Thema Death Cab noch loswerden muss, ist, dass es mich ein wenig sauer macht, dass so eine tolle Band erst durch New Moon auf eine größere Zuhörerschaft (kann man das so sagen?) stößt, weil es sie schon lange, lange davor gab, aber sie trotzdem erst jetzt von vielen, einzig und allein wegen diesem einen Film entdeckt wurden.
Aber naja.
Das nächste Lied besingt quasi den perfekte Nacht, das was man sich unter einem Clubbesuch vorstellt und eben dieses Gefühl, wenn man tanzt und alles um einen herum vergisst. Es ist “Friends” von der Band of Skulls.
I need love, cause love is only true- Das ist doch eine wirklich schöne Zeile (besonders jetzt, so kurz nach DEM Tag der Liebe). Weiter geht’s mit 2 wunderschönen Balladen. Zum einen “Roselyn” von Bon Iver und St. Vincent und den wunderbaren Editors mit “No Sound but the wind”, bei dem ich euch allerdings empfehle die Studioversion anzuhören, weil sie meiner Meinung nach tausendmal schöner ist als die live Fassung.
Einfach richtig schön zum träumen, weinen, durch den Schnee stapfen und bestens geeignet für Autobahnfahrten, wenn man mal wieder vor sich hin grübelt.
“Satellite Heart” gesungen von Anya Marina ist auch sehr schön und eins der wenigen Lieder von einer Frau, das mich sowohl von der Melodie, als auch vom Text sehr berührt. Ich habe nämlich festgestellt, das ich fast nur Bands toll finde, die einen Sänger haben und auch keine Lieblingssängerin habe. Das ist komisch. Aber falls ich ein paar tolle Bands mit Frontfrau oder Sängerinnen kennt, die nicht unbedingt Keri Hilson, Katy Perry oder Miley Cyrus heißen dann sagt mir Bescheid.
Auf jeden Fall sind so ziemlich alle Lieder auf dem Album schön, am besten ihr hört einfach mal rein. Es lohnt sich. Denn auch wenn ich den Film gesehen habe, hatte ich nicht den Eindruck, das die Songs alle an der passenden Stelle gespielt wurde und zudem meist viel zu kurz so dass man nur erahnen konnte, um welchen es sich den nun handelt.
Also schnappt euch eure Schlittschuhe, euren Schlitten oder was auch immer, stöpselt euch Kopföhrer rein und genießt den Schnee, denn so nervig wie wir ihn alle vorgeben zu finden ist er doch gar nicht.
In diesem Sinne: Ski heil. Die Wiebs